Matratzen


Raymond Betten - Wissenswertes - Fragen_Antworten

"Wie man sich bettet ... "
"... so schläft man..." sagt ein bekanntes deutsches Sprichwort und nie war diese einfache Erkenntnis so wahr wie heute. Es gibt viele verschiedene Arten von Matratzen aber nur wenige sind so gut, dass man sie mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen kann.

Auf dem Markt befinden sich heute i.W. 4 Matratzen-Konzepte, die sich in ihrem Aufbau, ihren Eigenschaften und im Preis teilweise erheblich unterscheiden. Grundsätzlich ist zu sagen, je mehr Zonen eine Matratze hat und umso flexibler ihre Oberfläche (das Polstermaterial) ist, desto anpassungsfähiger - und damit Rücken schonender - ist sie.

Die folgenden Beschreibungen dienen nur einem kurzen Überblick. Nicht jeder Matratzentyp ist für jeden Menschen gut geeignet. Neben wichtigen Parametern wie Körpergröße und -gewicht spielen individuelle orthopädische Anforderungen und z.B. das Schlafverhalten, Allergie-Sicherheit oder Schweißabsorbation eine wichtige Rolle. Informieren Sie sich vor Ihrem nächsten Matratzenkauf auf jeden Fall ausführlich bei Ihrem Fachhändler, um die für Sie optimal passende Matratze auszuwählen.



1. Der Bonell- oder Endlos-Federkern
Bei dieser klassischen Konstruktion sollte die Matratze in Standardgröße (200 x 100 cm) mindestens 280 Federn besitzen, am besten zwei unterschiedlich harte Federn, verteilt auf drei Zonen.
(Die Preise liegen zwischen ca. € 150,- bis € 350,-).


2. Der Taschenfederkern oder Tonnentaschenfederkern
Dieser technisch aufwendige Matratzentyp verfügt in der 200 x 100 cm Standardgröße über 380 bis zu 960 Federn. Auch hier gilt: Je mehr Zonen um so besser! Bei 960 Federn werden z.B. in der Regel 7 unterschiedlich harte Zonen konstruiert und dadurch eine optimale Anpassung an die verschiedenen Körperpartien erreicht.
(Preise hier von ca. € 250,- bis € 1500,-)


3. Die Latex Matratze
Auch hier gilt die Regel: Je mehr Zonen desto anpassungsfähiger. Durch die sehr hohe Körperdichte von Latex kann die Matratze allerdings nur maximal 3-5 cm nachgeben. Zudem ist Latex kaum in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und weiterzuleiten. Ein weitere Nachteil: Latex-Matratzen sind sehr schwer und dadurch unhandlich. (Preise von ca. € 250,- bis € 1250,-)


4. Die Kaltschaum-Matratze
... besteht in der Regel aus Polyesterschäumen, die aber nicht wie der Latex mit Chemikalien bei hohen Temperaturen gebacken werden. Von Kaltschaum spricht man, wenn der Schäumungsprozess mit besonderen Rezepturen ohne Wärmezufuhr vollzogen wird. Die Herstellung basiert auf einer umweltschonenden Mischung von Rohstoffen und Wasser.


Es gibt sogar schon Hersteller die Kaltschaum ausschließlich auf pflanzlicher Basis herstellen, das heißt statt Rohöl wird Sonnenblumenöl verarbeitet. Dadurch, dass Kaltschaum ausschließlich mit Wasser aufgeschäumt wird, ist er in der Lage sehr schnell und sehr viel Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben.

Wie bei den anderen Konstruktionen wird auch hier die Anpassungsfähigkeit der Matratze wesentlich durch die Anzahl der Zonen und die Flexibilität des Oberflächenmaterials bestimmt. Zusätzlich spielt der Oberflächenschnitt sowie der passende Unterbau eine nicht unerhebliche Rolle. (Preis von € 250,- bis € 1000,-)